Pillars of Eternity bedeutet zu Deutsch „Säulen der Ewigkeit“ – ein mystisch klingender Titel, der an das Erbe der populären Baldurs Gate Saga anknüpfen sollte. Für viele Fans klaffte nämlich seit deren Ende ein großes Loch in der Brust, kaum ein Spiel kam an dasselbe Feeling des Klassikers heran. Doch zum Glück entwickelte Obsidian Entertainment Pillars of Eternity. Mit dem 2015 erschienenen Game traten sie direkt in die Fußstapfen des Vorreiters.

Die Entwicklungsgeschichte spiegelt den Wunsch der Fans nach einem genau so verzaubernden Spiel wie Baldurs Gate wider. Das Game wurde nämlich mithilfe einer Crowd-Funding Kampagne finanziert. Über Kickstarter wurden im Zeitraum von September 2012 bis Oktober 2012 dank rund 74.000 weltweiten Unterstützern stolze 4 Millionen US-Dollar zusammengetragen. Diese Unterstützung wird wohl kaum jemand bereut haben, schließlich gilt Pillars of Eternity für viele Videospieler als eines der beliebtesten Games überhaupt.

Ein tiefgründiges Abenteuer

In Pillars of Eternity dreht sich vieles um die Thematik der Seele. Mit dem Begriff Seele wird einiges verbunden. Vor allem eine gewisse Tiefe, die eigene Antriebskraft sowie eine Persönlichkeit und Lebendigkeit. Auch einem guten Spiel lässt sich durchaus eine Seele zuschreiben, wenn sich dahinter mehr verbirgt, als ein stumpfes Schauspiel voller repetitiver Inhalte. So lockt einen Pillars of Eternity in eine fabelhafte Saga, die den Spieler wahrlich ins Geschehen einsaugt.

Pillars of Eternity spielt in der Welt namens „Eora“, eine düstere Umgebung voller Magie und spannender Geschichten. Diese Welt ist geprägt von einem permanenten Kreislauf des Tods und der Wiedergeburt. Hier spielen Seelen wie bereits erwähnt eine tragende Rolle, sie begleiten den Spieler durch die gesamte Geschichte. Von der Technologie her mag Eora einen vor allem an das europäische Mittelalter und die frühe Zeit der Renaissance erinnern.

Wiedergeburt im ewigen Kreislauf

In Pillars of Eternity stehen die Seelen für Wiedergeburt. Wird man wiedergeboren, kann man sich jedoch für gewöhnlich nicht mehr an seine Vergangenheit erinnern. Dies ist ein Schutz, denn sonst liefe man Gefahr, dank der zahlreichen Erinnerungen wahnsinnig zu werden. Kann sich jemand trotz dessen an das Geschehene zurückerinnern, spricht man von einer „Erweckung“. Genau diese Erweckung widerfährt dem Hauptcharakter des Spiels, in dessen Rolle man als Spieler schlüpft.

Durch diese Erweckung kann der Protagonist nicht mehr schlafen. Zudem kann man mit den Seelen Verstorbener kommunizieren und lernt die Geschichten anderer Seelen kennen. Doch diese Fähigkeiten bringen nicht nur Positives mit, sie machen den Spieler angreifbar und unsicher. Deswegen begibt man sich auf die Suche nach dem Grund für die Erweckung, um sie wieder rückgängig zu machen. Dies markiert allerdings nur den Beginn einer fabelhaften Reise.